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Die Schüler der Rütli-Hauptschule im Berliner Stadtteil Neukölln sind sich heute wie im Zoo vorgekommen. Dutzende Journalisten haben vor dem Schultor gestanden, sie beobachtet und Fragen gestellt.
Nach einer Hetzjagd auf acht Inder in Mügeln, einem Ort in Sachsen, Ostdeutschland, überlegen Politiker und Polizei, was zu tun ist. Wiederholt kam es zu Übergriffen auf Ausländer. Die Diskussion, "No-Go-Areas" zu benennen - Orte, die "zu gefährlich für Ausländer" seien -, ist wieder aufgeflammt.
Körperliche Gewalt wird vor allem von Jungen ausgeübt und es sind auch vor allem Jungen, die Opfer von körperlicher Gewalt werden. Die Gewalt von Mädchen wird aber eher verbal, also durch Sprache ausgedrückt. Es gibt jedoch zwei Bereiche, in denen Mädchen sehr viel häufiger Gewalt erleiden müssen als Jungen.
Die häufigste Form von Gewalt in der Schule ist Gewalt durch Worte, danach kommen leichte Formen körperlicher Gewalt. Es sind vor allem die Jungs, die diese körperliche Gewalt in der Schule ausüben. Bei psychischer Gewalt sind auch Mädchen stark dabei.
Bei einer Demokratie herrscht eine Gewaltenteilung. Dabei sind die Gesetzgebung und die Regierung voneinander getrennt, damit die Macht nicht zu einseitig verteilt ist: die gesetzgebende Gewalt ("Legislative"), die ausführende Gewalt ("Exekutive") und die rechtsprechende Gewalt ("Judikative") stehen unabhängig nebeneinander.
Wohl alle Menschen auf der Welt wünschen sich ein Leben ohne Gewalt. Dennoch wird jeden Tag von Gewalttaten in den Medien berichtet und wir selbst erleben auch tagtäglich Gewalt in verschiedenen Formen. Gewalt hat viele Gesichter. Sie kann verletzen und töten, sie kann beleidigen und ausgrenzen.
Menschen empfinden unterschiedlich und was für manche bereits gewalttätig ist, ist für andere noch keine Gewalt. Deshalb ist es wichtig, sich klar zu machen, wo für sich selbst und wo für andere Gewalt beginnt. Gewalt beginnt immer dann, wenn Entwicklungs- und Lebensmöglichkeiten von anderen behindert werden.
Eine Welt völlig ohne Gewalt wird es wohl nie geben. Aber wir können uns gemeinsam darum kümmern, dass es weniger Gewalt gibt. Immer dann, wenn wir uns für Fairness und Gerechtigkeit einsetzen, tun wir etwas für die Verringerung von Gewalt.
Es gibt Menschen, die aggressiv werden und sich mit Gewalt wehren, wenn sie gekränkt oder angegriffen werden. Der Freiburger Forscher Joachim Bauer sagt, dass Menschen mit Aggression und Gewalt reagieren, wenn bei ihnen eine bestimmte Schmerzgrenze überschritten wird.
Es gibt Lebensumstände, die dazu führen, dass Menschen eher zu Gewalt greifen. Die Wissenschaft bezeichnet dies als Risikofaktoren. Zu diesen Risikofaktoren gehört, wenn Menschen selbst Gewalt erlebt haben. Wenn sie von ihren Eltern nicht geliebt wurden und stattdessen Zurückweisung und Gleichgültigkeit erfahren haben.