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Forumsthema: Ist das deutsche Schulsystem ungerecht?

Einträge: 108

Der UN-Sonderberichterstatter Buñoz übt scharfe Kritik am deutschen Schulsystem. Seiner Ansicht nach fördere es die einzelnen Schüler zu wenig und verringere die Chancengleichheit. Durch die frühe Auslese nach vier Jahren Grundschule würden viele Kinder "aussortiert" werden. Vor allem Schüler aus ärmeren Familien, Einwanderer-Kinder und Kinder mit Behinderungen wären stark benachteiligt. Wie denkst du darüber? Findest du das deutsche Schulsystem gut, oder sollte es in einigen Bereichen verbessert werden? Was denkst du über die frühe Aufteilung nach der Grundschulzeit? Wie könnte man Einwanderer-Kinder besser integrieren? Sollte es mehr Gesamtschulen geben? Sollten Lehrer im Umgang mit Kindern und Jugendlichen besser geschult werden? Wie sind deine Erfahrungen?

Hintergrundinfos:
Scharfe Kritik am deutschen Schulsystem
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Stephanie G. (20)
Gast

schrieb am 15.12.2010 um 15:58 Uhr:

Ich mache Abitur auf 2. Bildungsweg im Bereich Sozialwesen, also mit den Fächern Pädagogik und Psychologie.
Zur Zeit behandeln wir das Thema "Deutsches Schulsystem".
Als ich den Bericht gelesen habe, war ich wirklich froh, dass endlich mal jemand das ausspricht, was ich schon seit über einem Jahr denke: Nämlich dass die Grundschulzeit auf 6 Jahre verlängert werden soll!
Wenn man mal überlegt, was man als kleiner neugebackener 5.-klässler alles überstehen musste: Neue Umgebung, plötzlich Bus fahren, neue Lehrer, neue Mitschüler, neue und mehr Fächer, mehr Stunden, eine Fremdsprache, die Lehrer schreiben nicht mehr ordentlich, das Tempo ist viel schneller.... das ist doch viel zu viel auf einmal! Eine Zumutung!
Deshalb bin ich für 6 Jahre Grundschule, in der Kinder erst nach 4 Jahren benotet werden (es ist bewiesen, dass Grundschüler, die nicht benotet werden keine schlechteren Leistungen erbringen, als Kinder die unter dem Druck der Benotung die Schule besuchen).
Und nach und nach können dann Fremdsprache und die Unterteilung in mehr Fächer eingeführt werden. Aber immer noch im vertrauten Umfeld, mit vertrauten Menschen um sich herum....
Da soll mir mal jemand auch nur ein Nachteil nennen...
Nach der Grundschule können Lehrer so doch viel besser bewerten, welche Schulform für die Kinder geeignet ist.
Außerdem haben so Migrantenkinder gleichzeitig mehr Zeit der deutschen Sprache mächtig zu werden, bevor das Leben einen ganzen Schritt ernster wird.
Natürlich werden dafür Sonderunterstützungen benötigt. Da aber der Studiengang des Grundschullehramtes völlig überfüllt ist und es in geraumer Zeit gaaaanz viele Grundschullehrer/innen geben wird, denke ich mir, dürfte das ein sooo großes Problem nicht werden.
Es sei denn, Politiker haben kein Geld für das Bildungssystem.
Sie werden für eine Verbesserung wohl ein wenig blechen müssen, denn die geringste Veränderung, die notwendig ist, sind mindestens 2 Lehrer/innen in jeder Grundschulklasse, gerade wegen der Migrantenkinder und derer, die eben etwas schwächer sind.
Auch müssen Lehrer endlich verstehen, dass eine individuelle Förderung der Kinder wichtig ist, Über- und Unterforderung darf es einfach nicht geben. Von Extraaufgaben für die Leistungsstarken bis hin zu einem individuellen Lern- und Aufgabenplan jede Woche individuell angefertigt für jedes Kind gibt es schon alles, wird aber nicht gebraucht.
Die Leistungsdifferenz der Kinder wird eben immer größer und man muss dringend handeln. Ich weiß nämlich nicht, wie das enden soll, wenn diese Kinder irgendwann mal Deutschland regieren sollen...

So, im Großen und Ganzen war das jetzt meine Meinung zur Grundschule.
Zum Unterricht, den Lehrern, den weiterführenden Schulen und der Politik hab ich mich ja noch nicht geäußert......... =)

War aber eine gute Vorbereitung auf die Pädagogikarbeit morgen, mal alles in Worte zu fassen =)

Liebe Grüße
Steffi

because_ (13)
Gast

schrieb am 11.12.2010 um 22:06 Uhr:

Ja, ich finde auch das das Schulsystem in Deutschland eine katastrophe  ist. Ich selbst hatte einen zimlich verkorksten "Schultrip" erlebt-wie man da zu sagen möchte.

Kurze vorgeschichte:

Bei mir wurde mit ungefähr mit 5-6 Jahre eine leichte Lehrnbehinderung fest gestellt. Trotz alle dem hat mich meine Mutter mich mit 6 Jahren in eine Grundschule ein geschult und  nicht in eine Föderschule. Zur unterstützung habe ich eine Betreuerin bekommen die mir im Unterricht helfen sollte.
So kam`s dann auch. Das einzige Problem war meine damalige Leherin die war gegen eine unterstützung im Unterricht. Mit der begründung "meine Betreuerin würde die anderen Schüler beim Unterricht stören." Meiner heutigen ansicht wäre das nicht der fall gewesen. Während dem Unterricht musste meine Betreuerin dann drausen bleiben. Eine andere Lehrerin fragte meine Betreuerin dann ob sie den nicht wenigstens bei ihr in der Klasse zwei Schülern helfen könnte. Selbst die Schulleiterin war begeistert von der idee mit der betreugung...aber schließ endlich machte sie nichts gegen das verhalten meiner Leherin. Nach einem Jahr packte ich es nicht mehr und kam dann doch auf eine Föderschule.Wo ich in drei Jahren wahrscheinlich mein Hauptschulabschluss mache (man kann dort auch Hauptschule machen, war für die Föderschule zu gut)
Heute denke das ich gut eine chance gehabt hätte , wenn ich die Hilfe bekommen hätte die mir eigentlich zu standt.

Heute auf der Hauptschule/Föderschule:

Ich bin eine relativ gute schülerin. Und auch bei uns gibt es leider Leher die die keinen guten Unterricht machen. Oder uns gering schätzen.(leider triffte es auf die hälfte der Lerher/Inen zu.

Bei allen Schulen die ich kenne, sind auch Schüler dabei die einfach nicht so viel Geld haben --> (Familien) oder probleme.in den Familien.
So auch bei uns in der Klasse. Die Person hat massive probleme Zuhause, wie mit dem Stoff in der Schule. Meine Leher wissen das aber anstatt ihr zu helfen bekommt sie fast immer blöde Kommentare, wenn sie ihr Hausaufaben nicht gemacht. Ja, es ist vieleicht nicht gut keine Hausaufgaben zu machen aber sie hat ja ihr gründe.

Was ich denke:

Es sollte auch der Umgang zwischen Leher und Schüler sich  ändern und andersrum. Was macht man, wenn man denn Stoff nicht versteht und Zuhause kann keiner einem helfen dann geht man doch automatisch zu seinem Leher. Aber, wenn man blöde Kommentare hören muss dann ist ja klar das das kein gutes Ende nimmt...

Man sollte auch nicht so her runter gestufft werden mit Hauptschule, Realschule, Gymnasium und eher auf die intressen des Schülers gesätzt werden. Und auch zwischen den Schülern besser Grundlange geben. Nach dem Motto: "jeder hilft  jedem"
Einfach ein "Lebensrealen" Unterricht, was sollen wir den mit so Zahlen die uns später nichts bringen oder irgendwelchen Geschichten und Merksätzen die mit den eigentlichen Grundlagen und dem realen Leben nichts mehr zu tun haben!??...Meiner Meinung nach sollte man in der Schule aufs Leben vorbereitet werden und keinen bullshit lernen was meilen weit vom wirklich Leben entfährnt ist, weil  das uns nachher im Leben nicht weiter bringt...

sorry, wegen vieleicht Rechtschreibfehlern...
LG Mina

Jamie-Kimberly (14)
Gast

schrieb am 30.10.2010 um 16:39 Uhr:

Ich selbst bin sehr unzufrieden mit dem deutschen Schulsystem. Das habe ich sehr nach der Sprachreise nach England gemerkt.
Die meisten Lehrer (an meinem Gymnsium zumindest), sind unfähig einen interessanten und leistungsfördernden Unterricht hervorzubringen. Es müssen sinnlose Fakten stur auswendig gelernt werden, ohne dass man Verbindungen dazwischen herstellen können muss.
Die Einrichtung, besonders der technische Bereich, ist auch sehr mangelhaft und nicht wirklich fördernd.
Es fehlt einfach das nötige Geld.

Ich fand es richtig, die Kinder nach leistungen zu trennen. Zu meiner Zeit durfte man noch mit 2,5 aufs Gym, was ich als völlig falsch erachte. Diese Kinder kommen nicht weiter.
Frühere Einschulungen finde ich auch nicht besonders gt, da man das fehlende jahr im KG oft bemerkt.
Chaosmieze (13)


Postings: 121

Mitglied seit 18.09.2009

schrieb am 30.10.2010 um 14:35 Uhr:

Ich finde es gut, dass schlechtere Schüler "aussortiert" werden. Klar soll man schlechte Schüler fördern, aber nicht auf Kosten der Guten. Ich bin auf einem Gymnasium und total unterfordert, weil wir viele nicht so Gute in der Klasse haben. Wenn alle länger zusammen auf einer Schule bleiben würden, wären die Guten total unterfordert, weil immer die Langsamsten das Lerntempo bestimmen.
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eure Chaosmiezeapplaudierender Smileyzwinkernder Smiley Smiley mit Heiligenschein
Junimo (12)
aus Mainz

Postings: 107

Mitglied seit 21.10.2010

schrieb am 24.10.2010 um 12:38 Uhr:

Warum biste gegen Gesamtschulen?
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euer Junimo Smiley mit Heiligenschein
Stopgap+7 (15)


Postings: 129

Mitglied seit 15.10.2010

schrieb am 22.10.2010 um 12:03 Uhr:

Ich bin gegen Gesamtschulen! Und alle anderen eig. auch bei uns auf der Schule!
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Wasserschlacht 2009 / 2010
EMo (12)
Gast

schrieb am 20.10.2010 um 19:51 Uhr:

 bin ganz deiner meinung ,,vergissmeinnicht´´
EMo (12)
Gast

schrieb am 20.10.2010 um 19:44 Uhr:

also ma ganz ehrlich mansche ausländische kinder interessiert die schule kaum die hängen meist in ihren gängs irgendwo ab , was mich echt ankotzt  die halten sich für cool und denken sie seien die stärksten! nichts gegen ausländer wirklich bin selber einer nur das ich nicht so bin
ich glaub aber es kommt von der familie oder eher sie bekommen nicht genug unterstützung von eltern aus oder gar garkeine was ich echt schlimm finde!aber jetzt zum text ich bin ganz deiner meinung ,,vergissmeinnich´´
Vergissmeinnich
t
(11)
Gast

schrieb am 20.10.2010 um 19:05 Uhr:

Das ist ein ungerrechtes Thema.Ich finde es gut als Foerderung.Aber man wird nach Schulen abgeschtuft.Das Schulsystem ist furchtbar!By
Kiwi (16)
Gast

schrieb am 05.09.2010 um 14:44 Uhr:

Ich halte von unserem Schulsystem nicht gerade viel.
Ich bin jetzt in der 11. auf einem Gymnasium. Mein Jahrgang musste nach der 4. Klasse erstmals gleich weiter auf eine weiterführende Schule, also Haupt- oder Realschule, Gymnasium. Die Jahrgänge davor waren noch zwei Jahre in der "Orientierungsstufe", die bei uns neben der Grundschule war.
Im Nachhinein denke ich, dass es besser gewesen wäre, noch für 2 Jahre alle zusammen zu lassen. Es entsteht enormer Druck auf die Kinder in der Grundschule, gerade schon in der 3. und 4. Klasse, ich kenne durch meine kleine Schwester (3. Klasse) einige Kinder, die von ihren Eltern regelrecht aufs Gymnasium eingetrimmt werden.
Man bekommt oft zu hören, auch schon in dem Alter: "Streng dich bloß an, sonst landest du auf der Hauptschule, kriegst keine Ausbildungsstelle, keinen Job und hast kein Geld!"
Ich musste seit der 5. Klasse Physik und Chemie machen. Ich bin voll und ganz damit einverstanden, die GRUNDKENNTNISSE zu lernen, aber mehr auch nicht.. 5 ganze Jahre musste ich mich damit rumplagen, wo ich mir schon von vornerein sicher war, dass so etwas in der Richtung niemals mein Beruf sein wird. Genauso wie Kunst, Musik und Religion.. Ich bin der Meinung, man sollte schon viel früher, mindestens ab der 8. Klasse viel mehr wählen können. Zum Beispiel zwischen Darstellendem Spiel, Kunst & Musik. Manche Leute sind nunmal eher von Theater spielen begeistert, als von Musik. Noten lesen, Musikinstrumente kennen etc. ist alles schön und gut, aber Synkope oder wie es nicht alles heißt ist dann doch schonwieder übertrieben. Verschiedene Sportbereiche, wie Leichtathletik, Ballsportarten etc. Und statt Religion sollten auch noch viel früher andere Fächer wie Werte und Normen oder Philosophie (im Übrigen ein sehr gutes Fach) zur Wahl stehen.
Dazu muss ich jetzt als 2. Jahrgang nach 12 Jahren Abitur machen. Die 11. Klasse ist wirklich extrem anspruchsvoll, aus dem Doppeljahrgang (Abi 11, einmal nach 12 und einmal nach 13 Jahren), haben ganze 60 (!) Leute wiederholt! Ich habe 4mal in der Woche lang Schule, ich komme also 2x um 18:00 nach Hause, zweimal um 16:30.
Dazu muss ich täglich in fast jedem Fach Unmengen an Hausaufgaben machen, und das nur, weil irgendwelche Politiker uns einfach ein Jahr wegnehmen, damit sie früher ihre Roboter haben, die sie durch die Welt scheuchen können!!! Schön, dass mir wenigstens ein Tag in der Woche bleibt, um mein Hobby auszuüben..

Man lernt ALLEN Scheiß in der Schule, wirklich. Ob eine Atommasse berechnen oder was Rotationsmodul und Baumwolldrilliche (?) auf Englisch heißt, ABER man lernt nichts, was einem im Leben weiterhilft. Kochen, Backen, Knöpfe annähen, Löcher stopfen, vielleicht auch Dinge wie Hilfsbereitschaft, Toleranz und und und .. mal ganz überspitzt gesagt. Oder was zu den Parteien; welche Partei jetzt genau was vertritt, das Interesse an Politik ein wenig mehr wecken. Mich interessiert Politik ehrlich gesagt gar nicht,.. weil ich damit immer den stinklangweiligen Unterricht in der Schule verbinde.
Der Unterricht ist sowieso grausam. Kein bisschen Praxis, immer nur Theorie: Abschreiben, Text lesen, auswendiglernen.. Toll!
Zu Kindern mit Migrationhintergrund kann ich sagen, dass schonab dem Kindergarten/Grundschule diese auch wirklich regelmäßig speziellen Deutschunterricht bekommen sollten.
Oftmals ist es aber auch so, dass die Eltern selber nicht Deutsch können, dann ist es ja kein Wunder, dass die Kinder auch kein Deutsch verstehen.
Und die Lehrer.. ja, die Lehrer. Es gibt gute Lehrer und es gibt schlechte Lehrer. Gute Lehrer sind für mich Lehrer, die GERECHT bewerten, auch Ahnung haben, von dem, was sie reden und es vorallem 'rüberbringen können. Ich hatte mal einen Mathelehrer, 4 Jahre lang, das war der schlimmste Lehrer, den ich bisher je erlebt habe.
Er hat uns, wenn wir mal unordentlich geschrieben haben, Schlampe genannte, wenn wir etwas nicht verstanden haben, Nachthemd. Wenn wir an die Tafel kommen sollten, hat er "Miez, Miez" gesagt. Als wir ihm einen Brief geschrieben haben, in dem wir ihn drauf angesprochen haben, hat er ihn nicht angenommen.. Sprechen wollte er auch nicht drüber.
Er hat NICHTS erklärt, wirklich gar nichts. Wir hatten eine Klasse mit einigen sehr guten Schülern, die haben dem Rest dann alles erklärt.
Und sowas darf auch noch unterrichten ..
Wenn das Kind heult oder die Eltern nachhelfen, kriegt man ja heutzutage sowieso 'ne Note besser. Schade, dass meine Eltern da nicht mitmachen bzw. ich nicht heulen will für eine gute Note.

Ich bin der Meinung, es sollten ein paar grundlegende DInge verändert werden, und zwar so schnell wie möglich!
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