Bereich: Community / Thema: Ist das deutsche Schulsystem ungerecht?
Forumsthema: Ist das deutsche Schulsystem ungerecht?

Einträge: 108

Der UN-Sonderberichterstatter Buñoz übt scharfe Kritik am deutschen Schulsystem. Seiner Ansicht nach fördere es die einzelnen Schüler zu wenig und verringere die Chancengleichheit. Durch die frühe Auslese nach vier Jahren Grundschule würden viele Kinder "aussortiert" werden. Vor allem Schüler aus ärmeren Familien, Einwanderer-Kinder und Kinder mit Behinderungen wären stark benachteiligt. Wie denkst du darüber? Findest du das deutsche Schulsystem gut, oder sollte es in einigen Bereichen verbessert werden? Was denkst du über die frühe Aufteilung nach der Grundschulzeit? Wie könnte man Einwanderer-Kinder besser integrieren? Sollte es mehr Gesamtschulen geben? Sollten Lehrer im Umgang mit Kindern und Jugendlichen besser geschult werden? Wie sind deine Erfahrungen?

Hintergrundinfos:
Scharfe Kritik am deutschen Schulsystem
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Lokman (13)
Gast

schrieb am 27.05.2008 um 11:15 Uhr:

ja es is unge recht
NxK Harti (13)
Gast

schrieb am 09.05.2008 um 22:49 Uhr:

Am ungerechtesten ist , dass man in die schule muss.
aber jetzt ma spaß beiseite,
Es ist eigentlich ganz OK
Ketzchän (13)
aus Neuffen
Postings: 60

Mitglied seit 06.11.2006

schrieb am 09.05.2008 um 14:29 Uhr:

@pspfreak: ich finde, dass du sehr verallgemeinernt bist. du sagst, dass du noch nicht davon gehört hast, dass bei euch an der schule jemand den hauptschulabschluss gemacht hat und begründest es damit, dass ihr so wenig ausländer an der schule habt. dass ihr so wenig ausdländer an der schule habt, begründest du damit, dass man bei euch 200 euro zahlen muss. doch weißt du überhaupt, wir viele deiner mitschüler ausländische eltern haben? es muss nich sein, dass sich automatisch alle ausländer deine schule nich leisten können und es gibt auch genug deutsche, die sich eine solche schule nich leisten können. (kenne von meiner schule ca 50 leute aus meiner klassenstufe, derden eltern von h4 leben) außerdem machen auch viele deutsche den hauptschulabschluss und nicht nur ausländer. ausländer uns hauptschule haben nich zwangsläufig etwas miteinander zu tun. (bei uns am gymnasium sind sehr, sehr viel sog. 'ausländer': mir gefällt das wort nicht. )
generell noch etwas zum thema: ich finde, dass unser schulsystem weit, weit hinter dem weltweiten markt zurück liegt. es ist einfach idiotisch, ein kind schon mit neun oder zehn jahren zu beurteilen.  ein kind, dass erst später in die  schule kam, aus welchem grund auch immer, oder die sprache nich trichtig beherrscht, kann einfach nicht innerhalb von vier jahren deutsch, mathe und jetzt auch noch englisch gleichzeitg lernen. außerdem ist ein kind mit zehn jahren noch seh von seiner umgebung abhängig und manche kinder wirft es total aus der bahn, wenn sie schon so früh wieder von ihren freunden, die sie gerade erst gefunden haben, getrennt werden. ich finde also auch das system der von
pspfreak geschilderten waldorfschule besser, da man einfach lange zusammen bleibt. doch finde ich es schade, dass man für solch eine chance in deutschlan wieder einmal etwas zahlen muss und so vielen menschen die chance auf eine gute und ihnen gerechtwerdende schulbildung genommen wird. auch finde ich es nich gut, dass auf der waldorfschule sehr viel mit handarbeit gemacht wird, weil so kinder, die es sich zwar leisten könnten, aber einfach keine lust auf so viel handarbeit haben, nicht auf diese schule, die zweifelos das beste system in deutschlan hat, gehen. (ich weis nicht, wie es bei dir ist pspfreak,aber bei meiner freundin, wird fast nur handarbeit gelehrt. )
gruße ketzchän
pspfreak (15)
Gast

schrieb am 14.02.2008 um 19:38 Uhr:

Ich bin nicht auf der Staatsschule, ich bin auf der (ebenso viel diskutierten) Waldorfschule. Zunächst sei gesagt, dass Waldorfschule nicht gleich Waldorfschule ist: In der 7. Klasse kam ein neuer Schüler von einer anderen Waldorfschule und konnte nicht halb so gut Englisch wie wir, aber ihr sollt jetzt auch erfahren, wie es bei uns so zugeht:
Morgens haben wir erstmal eindreiviertel Stunden Hauotunterricht - ohne Pause. Da geht es aber nicht nur um schreiben, schreiben, schreiben, hören, hören, hören, sondern man fängt zunächst mit Gedichten an (die ham natürlich viel Anklang...). Dann gehen wir meistens aber auch schon direkt an die Arbeit, wenn der Lehrer merkt, dass unsere Konzentration völlig down is, dann hat er meistens auch irgendwelche andere Tätigkeiten für uns, z.B. Sprachübungen, etc. Im Hauptunterricht lernen wir in Epochen mit einer Länge zwischen 1-6 Wochen. Dabei sind Deutsch, Mathe, Geographie, Physik, Chemie, etc., aber keine Sprachen. Den Hauptunterricht ham wir bis zur 10. zusammen. Bis zur 8. haben wir auch den restlichen Unterricht zusammen. Ich hab schon häufig gesehen, dass es dann nach der 8. bei vielen Schülern mit dem Lernen besser wird - sie geben sich in der Oberstufe (weiß nich, wie ihr die Zeit nach der 8. nennt) mehr Mühe.
Außerdem haben wir von Anfang an zwei Sprachen, allerdings nicht direkt mit Lesen und Schreiben. Lesen und Schreiben kommt erst in der dritten dran, wenn wirs auf Deutsch schon (etwas) können. Der Punkt, dass alle bis zur 8. denselben Stoff lernen, halte ich für sehr wichtig. Schlechtere Schüler können sich immer an die besseren Wenden, nach dem Unterricht, am Abend, wenn ich in Mathe vor den anderen fertig bin, können sie mich fragen, wie man gewisse Sachen rechnet, etc. Man muss sich nicht ausgegrenzt fühlen, wenn man in der vierten schlecht ist. Bis zur achten haben wir im Hauptunterricht übrigens immer denselben Lehrer. Nach der achten wird man dann aufgeteilt: In den handwerklich-praktischen Zug (Holzbearbeitung, Metallbearbeitung), den sozial-praktischen Zug (nähen, kochen, Holzschnitt), die anden meist mit der fachlichen Hochschulreife oder dem Realschulabschluss. Außerdem gibt es noch den sprachlichen Zug, der mit Abi endet. Hauptschulabschluss ist eigentlich nicht vorgesehen. Ich hab auch von niemandem gehört, dass er den Hauptschulabschluss in unserer Schule gemacht hat. Vielleicht liegt das auch daran, dass wir kaum Ausländer auf der Schule haben, weil unsere was kostet (200€/Monat)
Tut mir Leid, dass der Post so lang ist, aber ich fand, dass man vielleicht auch von alternativen Schulformen berichten sollte.
Sun (17)
Gast

schrieb am 17.01.2008 um 18:48 Uhr:

Ich bin echt entäuscht .Besonders vom Gymnasium, da ich jetzt auf die FOS gehe und ein riesiger Unterschied dazwischen liegt. Ich frage mich in welcher Zeit Lehrer auf dem Gymnasium leben, wahrscheinlich im 18. Jahrhundert. Keine Ahnung von Computern und der heutigen Technologie. Jeder kann ein Referat halten und darüber hinaus geht ihr Unterricht leider nicht. Außerdem würde keiner in einem anderen Beruf hineinpassen,zumindest bei meiner Schule.
Mami (17)
Gast

schrieb am 15.01.2008 um 19:14 Uhr:

Naja, was soll man nur darauf antworten?????????? Die heutigen Schulen sind doch ehrlich gesagt das allerletzte!Die lehrer sind viel hochnässiger und halten sich für was besseres als wir schüler und das ganze schulsystem ist auch voll dumm!Warum werden uns sachen beigebracht die wir nie wieder benötigen?wir bekommen schlechte noten in fächern wie deutsch oder mathe und das nur weil man uns themen vorschreibt die man sowieso niewieder  benötigt das ist doch totaler schwachsinn in meinen augen! warum lernen wir nicht das was wir in unserem späteren leben WIRKLICH gebrauchen können?Ich meine wozu braucht man später ein koordynatensystem?Oder wofür braucht man Karrikaturen?Hallo?gehts noch?Und jetzt kommen ja auch noch diese sogenannten kopfnoten was bringen die?Niemand kann über uns oder unser verhalten noten verteilen die lehrer kriegen doch nur das mit was in der schule los ist und da ist jedermann sowieso voll genervt hat schon gar keine lust wenn man z.B.8 stunden hat da ist das doch klar das man mit schlechter laune zu schule geht doch privat ist jeder doch immer anders als in der schule und jetzt wollen die sich noch das recht rausnehmen über unsere characterzüge zu urteilen?das ist doch echt nicht mehr normal was bilden die sich eigentlich ein?das deutsche schulsystem ist schon echt krass geworden in den letzten jahren und über ungerechtigkeit im unterricht oder überhaupt unfairnis will ich eigentlich nicht reden denn EIGENTLICH dürfte es sowas nicht an schulen geben!!!!

Tom (15)
Gast

schrieb am 05.01.2008 um 16:59 Uhr:

An meiner alten Schule wurden vier Züge angeboten:
Der Kunstzug, der jetzt abgeschafft wurde; der Sportzug, bei dem die Schüler einen Notendurchschnitt in den Hauptfächern von 3,0 haben mussten, um teilnehmen zu dürfen, was sie jedoch erst kurz vor der Wahl erfuhren; der Sprachliche Zug, der den Lateinlernenden vorbehalten war und der Naturwissenschaftliche Zug, für alldiejenigen, die keinen der anderen Züge wählen können.
Die meisten der Jungen meiner alten Klasse gingen überhaupt nur auf das Gymnasium, weil sie den Sportzug als Notenausgleich zu anderen Fächern sahen, in denen sie Schwächen haben. Nun wurden sie gezwungen in den Natuwissenschaftlichen Zug zu gehen. Was aber, so frage ich mich, haben Schüler mit Notenschwächen in diesem Zug zu suchen?
Das deutsche Schulsystem, so fern man es denn überhaupt so nennen kann, weil jedes Bundesland seine eigenen Vorstellungen davon hat, ist dafür ausgelegt eine Elite-Generation heranzuzüchten. Ein Kunstzug hat da nichts zu suchen und wird so kurzerhand, sogar ohne Wissen der agierenden Lehrer, abgeschafft. Es gibt schlimmere Schulsystememe als unseres, aber man könnte so vieles verbessern:

-Extra Schulen für Kinder und Jugendliche mit Sprachproblemen, oder zumindest eine Förderung, anstatt den Schülern das Beweisen ihrer Fähigkeiten vorzuenthalten
-Nachhilfeangebote während der Mittagspause
-Kürzung des Stoffes, da die G8-Zügler den selben Stoff wie die G9-Zügler lernen müssen
-Lehrerkonferenzen zwischen den Lehrern einer Klasse
-Ein Großteil der Lehrer ist nicht bereit dazu, den Unterricht auf das neue System anzupassen; Umschulungen sollten angeboten werden. Wenn die Schüler erst um 18 Uhr Unterrichtsende haben, sollten, wenn überhaupt, weniger Hausaufgaben gegeben werden, was nicht unbedingt das Vorankommen im Unterrichtsstoff beeinschränken muss, wenn nur die richtigen Aufgaben gestellt werden (dazu meine eigene Erfahrung: Unser Mathelehrer gibt uns meist um die 40 - 50 Aufgaben über einen Zeitraum von 2 Tagen auf. Stundenlang sitzte ich an diesen Aufgaben, und oft schreibe ich nur noch irgendwelche Zahlen auf, damit ich etwas dastehen habe. Effektiver währe das Aufgeben der a) und b) Aufgaben. Die schwierigen Aufgaben können im Unterricht gelöst werden). Oft habe ich das Gefühl, die Lehrer unterrichten nicht, damit die Schüler etwas lernen, sondern um sich oder anderen etwas zu beweisen
-Die Lehrer sollten jedes Jahr geprüft werden und nicht nur am Ende ihrer Zeit als Refrendare
-Die Schüler sollten die Möglichkeit haben, beispielsweise durch Meinungsumfragen, ihre Meinung zu äußern und Verbesserungsvorschläge vorzubringen. Auch Kritik sollte erhört und die Probleme, falls möglich, beseitigt werden
-Rückzugsorte für die Schüler sollten zum Angebot stehen
-Die Schule sollte von den Schülern nicht als Ort der Verausgabung und des Stresses empfunden werden, sondern als Förderung. Denn das ist schließlich der Zweck einer Schule: Dem Schüler ein Fundament für das spätere Leben bauen und nicht ihn zu zerstören
...

Ich sehe schon den Zeitungsartikel vor mir: Die Zahl der Gymasiasten hat sich in den letzten Jahren rapide verringert. Erst dann werden sich die Politiker, die doch selbst noch so eine bequeme Schulzeit hatten (damals konnte man sogar Mathematik als Abifach abwählen) fragen was sie falsch gemacht haben. Doch hatten wir das nicht schon einmal, nach dem "katastrophalen" Ergebnis des Pisatests? Und was ist herausgekommen? Der G8-Zug auf den weder die Schulen, die Lehrer noch die Schüler vorbereitet sind.

Lynn (14)
Gast

schrieb am 05.01.2008 um 10:49 Uhr:

Das Deutsche Schulsystem? Ehrlich gesagt halt ich davon nicht viel. Die kurze Grundschulzeit ist für viele Schüler nicht Zeit genug, um zu zeigen was sie können. Viel zu früh werden die Kinder einfach nach Notendurchschnitt in die 3 weiterführenden Schulen eingeteilt.

Viele Kinder haben eben wenig Talent in Mathe oder Deutsch, aber weil es ein Hauptfach ist, ist die Gefahr vom Sizenbleiben groß. In Kunst oder Musik dagegen haben diese Kinder glatte Einsen- aber von der Schule her wird da kaum ein Talent gefördert.

Ich fände eine Gesamtschule bis mind. zur 6. Klasse angebracht. Man sollte zwischen verschiedenen Zügen/Profilen wählen können, z.B. Sprachlicher Zug, Handwerklicher Zug, Musik-, Kunst-, Sportzug, Naturwissenschafentlicher­ Zug. Mathe, Deutsch und Englisch sind Pflichtfächer, aber den Rest kann man sich nach seinem Zug zusammenstellen. Das wäre meine Grundidee eines Schulkonzepts, natürlich mit angebotenen Praktiken und AGs nach Talent und Interesse, so wie Ganztagsschule eben mit vielen Angeboten. Ich würde das Engagement der Schüler besonders fordern, weil das ist das, was zukünftigen Generationen vielleicht fehlt. Ich würde schulinterne Preise vergeben, Schüler zu Schlichtern ausbilden, die Schüler eigene AGs gründen lassen...

Na ja, bleibt wohl für immer ein Traum...

Nora

Pat :D :P :D (14)
Gast

schrieb am 05.12.2007 um 17:23 Uhr:

Ich finde das deutsch schulsystem soweit ok das man " aussortiert" wird den wenn alle auf eine Gesamtschule gehen würden die sagen wir mal auf dem niveau einer Realschule wäre dan würden gymnasiasten unter- und  Hauptschüler überfordert werden .

Ich finde allerdings schon das Lehrer mehr im umgang mit Kindern und Jugendlichen geschult werden soll

Unsere Klasse ist immer sehr laut ( was seltsamer weise nur so ist wenn die GESANTE klasse unterricht hat ) letztes jahr hat unsere Deutsch lehrerin Heulend den Raum verlassen weil sie mit der Klasse nicht zurechtkam

Crossy (13)
aus Heidelberg
Postings: 11

Mitglied seit 23.08.2007

schrieb am 18.11.2007 um 15:44 Uhr:

@Marvin: Ja, diese Probleme kenn ich ziemlich gut, ich geh in die 8. Klasse und das mit den Hausaufgaben und ungerechter Behandlung der Lehrer kenn ich echt gut. Das Beste ist, wenn man in letzterem Fall einfach das macht, was geht. Auf dem Gymnasium auf das ich geh, kann man auch mal mit den Lehrern reden. Oft ändert sich dann auch was. Aber dennoch ist es deprimierend, wenn sowas vorkommt. Mein GK-Lehrer wirft mich auch raus, wenn meine Freundin mich mit Spitzzeug bepudert. Sie hat gesagt sie gfeht, aber das war ihm zum Beispiel ziemlich egal. Er hat sie nicht beachtet und mich vor die Tür geschickt.  

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