
Die Schweizer Bürger haben in einer Volksabstimmung entschieden, dass in ihrem Land keine Minarette mehr gebaut werden dürfen - das sind Türme von Moscheen, von denen die Muslime zum gemeinsamen Gebet gerufen werden. Das Ergebnis hat weltweit für Diskussionen gesorgt. Nicht nur für Muslime ist das Minarett-Verbot ein Angriff auf die Religionsfreiheit. Kritiker sehen in der Entscheidung Vorurteile gegenüber dem Islam oder sogar rassistische Tendenzen. Auch in Deutschland gab es wegen der geplanten neuen Moschee in Köln vor kurzem Debatten zwischen Befürwortern und Gegnern. Was denkst du darüber? Wie wichtig sind Religionsfreiheit und Toleranz gegenüber anderen Kulturen?
Hintergrundinfos:schrieb am 08.03.2010 um 19:52 Uhr:
Die Antwort zur Frage: "Woher wissen die Schweizer, dass man in der Türkei oder Arabien keine Kirchen bauen darf?" lautet....weil sie lesen können und freien Zugang zu Informationen haben.
Suche bei Wikipedia zum Beispiel:
- Glaubensfreiheit im Islam
- Christenverfolgung
- Christentum in Saudi-Arabien
- Christentum in der Türkei
Viel Spaß beim Lesen!
schrieb am 07.03.2010 um 11:32 Uhr:
Hallo,
danke manu für die antwort auf die FRAGE von chaosmieze, weil diese FRAGE hatte mich auch sehr intressiert. Dann habe ich die gleiche FRAGE wie lala und das wäre:
woher wissen die schweizer ,dass man in türkei oder in arabien keine kirchen bauen darf?![]()
wenn mir die frage einer von euch antworten würde würde ich mich mächtig freuen.....
...DANKE![]()
L.G.: Ayse Kübra
schrieb am 06.03.2010 um 21:31 Uhr:
elmedina, warum gehst du davon aus, dass das ein Streit zwischen Christen und Moslems ist? In Europa gibt es sehr viele Menschen die mit Religion einfach nichts zu tun haben wollen. Ja, so etwas gibt es. Und diese Menschen werden nicht dafür bestraft. Das ist ja gerade in muslimischen Ländern auch nicht selbstverständlich und für dich deshalb vielleicht überhaupt nicht nachvollziehbar.
Es wäre doch auch möglich, dass den Menschen, die nicht an einen Gott glauben, dass ganze Geheule und Gefasel der Religiösen einfach auf den Keks geht, weil sie es für überflüssig halten.
Und guten Morgen Günter Mac! Wow, in arabischen Ländern dürfen keine Kirchen gebaut werden, das ist ja ein völlig neuer Aspekt in dieser Diskussion.
Und ja wir werden alle zu besseren Menschen, wenn wir darauf achten, dass das Bauen von Gotteshäusern in allen Ländern gleich gehandhabt wird, d.h. verboten wird Wozu mit gutem Beispiel voran gehen?
Was Jesus und Mohammed wohl dazu sagen würden?
schrieb am 06.03.2010 um 19:20 Uhr:
ja es stimt das man in Arabien oder Türkei keine Kirchen bauen darf,aber in Macedonien zum beispiel darf man Kirchen bauen.
Imerhin gibt es auch Christlicheländer in denen man keine Moscheen oder Minarette bauen darf.
Also ist es gleich stand
aber in mazedonien haben die christen sogar ohne Erlaubnis eine Kirche gebaut,und jetzt gibt es dort schon 17Kirchen.
Ich meine HALLO in der schweiz gibt es längst nicht so viel oder ??ja sicher
und immerhin wen man hier eine Moschee bauen darf muss man sich erst so richtig mit den schweizern schreiten und,erst dan darf man eine Moschee bauen
also ich finde das einfach nur doof von denn christen
LG ElMeDiNa![]()
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schrieb am 06.03.2010 um 19:09 Uhr:
woher wiesen die schweizer das man in türkei oder in arabien keine kirchen bauen darf?
schrieb am 04.03.2010 um 13:56 Uhr:
Zu dem Thema Minarett Verbot ,möchte ich nur eins bemerken.Versucht auch nur ein Ausländer in den von Moslems oder einer anderen arabischen Glaubensgemeinschaft eine kath. oder evang.Kirche zu errichten,so wird das dort nicht einfach so hingenommen noch wird das geduldet. Es ist schlicht verboten.
schrieb am 04.03.2010 um 10:58 Uhr:
Bei dem Bauverbot von Minaretten oder Moscheen in Deutschland oder in der Schweiz geht es ja um mehr als um eine architektonische Geschmacksfrage.
"Nein, ihr dürft hier keine Minarette bauen" heißt doch "Wir wollen nicht, dass ihr unser Gemeinschaftsleben beeinflusst."
Woher kommt diese Abneigung? Habt ihr dafür Erklärungen?
Es liegt bestimmt nicht an der Bauweise von Minaretten und Moscheen. Ein bisschen 1001 Nacht ist doch eigentlich ganz märchenhaft und schön.
Nach meiner Meinung liegt es an den Werten für die der Islam steht und für die das Minarett nur ein Symbol ist. Die muslimischen Vorstellungen vom Verhältnis zwischen (Gottes-)Staat und Bürgern (Zensur, Verhaltensvorschriften etc.) und der Rolle der Frau, die durch die Medien vermittelt und wie sie von den Schweizern und Deutschen verstanden werden, widerspricht den in Europa vorherrschenden. Hier ist man froh darüber, dass der Einfluss der Religion zurückgedrängt wurde und dass Männer und Frauen gleichberechtigt sind. Dafür wurden über jahrhundertlang teilweise blutige Konflikte ausgetragen.
Und wenn dann eine Gruppe von Menschen kommt, in der viel zu viel Gewalt im Namen Gottes ausgeübt wird (Ehrenmorde, Selbstmordattentäter, Aufruf zur Tötung Andersdenkender) und dessen Führungspersönlichkeiten sich mit Verhaltensvorschriften aus einem jahrhundertealten Buch das Privatleben der Menschen bis auf kleinste einmischen wollen und dessen Ausweitungsanspruch kein Geheimnis ist.
Dann kann ich die Abneigung der Menschen gegenüber Minaretten verstehen.
schrieb am 03.03.2010 um 14:27 Uhr:
@Chaosmieze: Zu deiner Frage, warum in der Türkei keine Kirchen gebaut werden dürfen, habe ich mir Gedanken gemacht: Wir behaupten doch von uns immer gerne, dass wir in einem liberalen, toleranten und freien Land leben, das jedem Menschen die freie Religionsausübung garantiert. Und wir verweigern der Türkei die Aufnahme in die Europäische Gemeinschaft. Und mit welchen Argumenten tun wir das? Weil die Türkei angeblich so intolerant ist, die Menschenrechte nicht genügend achtet und die Religionsfreiheit nicht garantiert.
Soll man also den friedlichen Muslimen, die in der EU leben den Bau von Moscheen und Minaretten deshalb verbieten, weil es in der Türkei (angeblich) nicht erlaubt ist, Kirchen zu bauen? Oder ist man dann nicht genauso intolerant, wie man es gerade der Türkei vorwirft? Worin unterscheiden wir uns dann eigentlich noch von dem, was wir kritisieren?
Genauso könnte man ja dann auch argumentieren: Weil in der Türkei Menschen aufgrund ihres Glaubens eingesperrt werden dürfen, können auch bei uns Andersgläubige aufgru
Das Prinzip "Wie du mir so ich dir" hat noch nie dazu geführt, dass die Welt besser wird. Damit sage ich übrigens nicht, dass ich es gut finde, was in der Türkei passiert.
LG, Manu
schrieb am 03.03.2010 um 13:42 Uhr:
@Peda: Integration ist definitiv KEINE einseitige Angelegenheit. Es bedeutet nicht, dass sich die Zuwanderer komplett anpassen müssen und ihre eigene kulturelle Identität aufgeben müssen. Intergration ist eine Aufgabe von der ganzen Gesellschaft, bei der beide Seiten aktiv mitwirken müssen. Vorurteile wie du sie offensichtlich hast helfen hier nicht weiter.
@Ashwini: Es sagt ja niemand, dass die Schweiz keine schöne Kultur hat. Aber in der Schweiz leben auch sehr viele Muslime, insofern ist sie eben auch multikulturell. Es macht doch keinen Sinn, die "Reinheit" der eigenen Kultur zu verteidigen, wohin das führen kann, hat man ja vor nicht einmal hundert Jahren in Deutschland gesehen. Aber ich komme zurück auf mein voriges Posting: Ich könnte mir sehr gut ein Minarett vor oder in einem Alpenpanorama vorstellen und sehe darin kein Problem, im Gegenteil: es würde sehr interessant und manchmal auch weniger provinziell aussehen.
Liebe Grüße, Manu
schrieb am 03.03.2010 um 07:55 Uhr:
ich persönlich lebe in der schweiz und ich finde es okay weil wir in unseren schönen Altstadt und überhaupt keine Türme haben wollen die gebete ausrufen.. die schweiz hat eine schöne kultur... natürlich auch die muslime aber sie haben in ihrem eigenen land auch Mosches und soo.... die hauptreligion der schweiz ist das Christentum.... z.B in saudiarabien ist die Hauptreligion natürlich islam aber wenn man dort zum christ wird , wird man hingerichtet....sie können froh sein dass sie überhaupt mosches bauen können aber türmeee........ ich weiss nicht ..
(ich bin auch eine Ausländerin. ich komme von Srilanka und mein Vater ist ein muslim. ich bin eine KAtholikin...)